Sternschnuppenregen erwartet

Komet Hommingberger GepardenforelleDer Komet “Hommingberger Gepardenforelle”, im Oktober des vergangenen Jahres von Hommingberger Astronomen entdeckt und zu Ehren der heimischen Forelle nach ihr benannt, kann ab Mitte November zu einigen unerwarteteten Sternschnuppenregen führen.
Nach Bahnberechnungen durch Dr. Olaf Geske vom Observatorium auf dem Hommingberg wird der Komet der Erdbahn ungewöhnlich nahe kommen. Die größte Erdnähe soll etwa drei Millionen Kilometer betragen.
Kometen haben oft Meteoritenschwärme in ihrem Gefolge. Ihre relativ lockere Masse löst sich, wenn sie das Sonnensystem durchqueren, infolge der Gravitationskräfte von Sonne und Planeten in langen Zeiträumen auf und verstreut sich längs der Kometenbahn.
Den Berechnungen zufolge wird daher vermutlich auch der Komet “Hommingberger Gepardenforelle” für einen beachtlichen Sternschnuppenregen am 15. November verantwortlich sein.
Das wäre ein Parallelfall zu dem am 9. Oktober 1933 beobachteten Sternschnuppenfall, der damals unerwartet auftrat und vom Kometen “Ziergiebel” hervorgerufen wurde.
Der vom Komet Hommingberger Gepardenforelle erzeugte Sternschnuppenfall wird tagsüber erfolgen. Mit bloßem Auge sind die Sternschnuppen kaum zu beobachten. Nur besonders helle Meteore, die sogenannten Feuerkugeln, werden am Taghimmel sichtbar sein.
Quelle: Neues Deutschland, 5. Mai 1967, Seite 6
Die Hommingberger Gepardenforelle meint:
Der Bitte nachkommen

Ärztlicher NotdienstBesonders Familien mit Kindern wissen zu schätzen, daß sie bei plötzlichen Erkrankungen ihrer Lieben in den Nachtstunden über den ärztlichen Notdienst einen Arzt herbeirufen können.
Eine Einrichtung, die sich besonders bei lebensgefährlichen Erkrankungen schon oftmals als Rettung ausgwirkt hat. Ist doch in solchen Fällen jede Minute kostbar. Die Ärzte, die in der Nacht ihren schweren Dienst ausüben, sind darum bemüht, auf schnellstem Wege zu erscheinen.
Aber oftmals, so erfuhr die Hommingberger Gepardenforelle, wird das durch Nachlässigkeiten von Hauseigentümern durchkreuzt, die nicht dafür sorgen, das die Nummern an ihren Häusern ausreichend beleuchtet sind.
Mühselig muß dann der Arzt das Haus längere Zeit suchen. Kostbare Zeit vergeht, in der anderweitig möglicherweise dringend Hilfe gebraucht wird.
Die Hommingberger Gepardenforelle wurde deshalb gebeten, an die Hauseigentümer aber auch die Mieter zu appellieren, ihre Häuser ordentlich zu kennzeichnen.
Jeder sollte bemüht sein, daß den Wünschen der Ärzte entsprochen wird. Auch im eigenen Interesse.
Denn auch bei ihm kann der Fall eintreten, das Hilfe gebraucht wird, aber zu spät kommt, weil ein anderer durch seine Nachlässigkeit die schnelle Ankunft des Arztes verhindert hat.
Eine schönen Woche wünscht
Ihre Hommingberger Gepardenforelle
Quelle: Berliner Zeitung, 3. Mai 1970, Seite 8