Nachrichten aus Hommingberg und Umgebung
Archiv: Dienstag, 15. November 2005

Feuerwehrmänner im Rathaus ausgezeichnet

Großbrand in Hommingberg
Großbrand in Hommingberg
Vorbildliche Feuerwehrmänner - Löschmeister Andreas Albrecht, Ernst Engelhard und Joachim Jung sowie die Hautfeuerwehrleute Heiner Hansen, Peter Proksch und Gerd Gandecki - erhielten am Montag im Gelben Rathaus die Medaille “Für selbstlosen Einsatz bei der Bekämpfung von Katastrophen” der Stadt Hommingberg.

Sie hatten in einem mehrstündigen Einsatz einen gefährlichen Brand in einem wichtigen Hommingberger Betrieb gelöscht, und dabei einer Hommingberger Gepardenforelle das Leben gerettet. 22 weitere Gepardenforellen konnten zuvor aus eigener Kraft dem Flammenmeer entkommen.

Der Stellvertreter des Oberbürgermeisters Stadtrat Kurt Kummer sprach ihnen für ihre mutige Tat den Dank der Stadtverordneten und der Bevölkerung aus.

Münze steckte im Munde

Fund in Hommingberg: Sargzenit und geheimnisvoller Klumpen

Historische Münzen
Historische Münzen
Unlängst fand man bei Ausgrabungsarbeiten auf dem Hof des Grundstücks Alte Hommingberger Gepardenforelle Nr. 23 einen interessanten Klumpen, der sich nach näherer Betrachtung als Schatz erwies.

In einem Meter Tiefe hatte plötzlich einer der Bauarbeiter etwas zusammengepapptes auf der Schippe. Rudi Kaufmann und Günther Jordan, zwei aufmerksame Dachdecker, untersuchten die abbröckelnden Plättchen und stellten fest: Es handelt sich um alte, verottete Münzen.

“Die 30 Geldstücke wurden zwischen 1567 und 1637 geprägt”, sagte uns Dr. Henning Hasselberg, Hommingberger Landesarchäologe nach der Untersuchung des Fundes im Hommingberger Forellenmuseum. Eine türkische Goldmünze stammt vermutlich aus Kairo, die anderen kursierten in den spanischen Niederlanden, in Anhalt-Hommingberg und Gangelfeld-Alminghof. Wahrscheinlich wurde des Geld während des 30jährigen Krieges (1618-1648) vergraben.

“Einen ähnlichen Fund dieser Art gab es bereits vor zwei Jahren auf dem Friedhof Hommingberg-Nord”, verriet uns Dr. Hasselberg weiter. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Sargzenit. Die 1 Zentimeter große Münze aus der Zeit um 1520 wurde, wie es bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts üblich war, der verstorbenen Hommingberger Gepardenforelle symbolisch als Wegzehrung in den Mund gesteckt.

Diese wie auch die 30 anderen Geldstücke werden nach der Restaurierung und Untersuchung im Hommingberger Forellenmuseum zu besichtigen sein.

Quelle: Junge Welt, 4. Mai 1984, Seite 2

Professor Heinz Semmer in Hommingberg gestorben

Hommingberger Philharmonie
Hommingberger Philharmonie
Der langjährige frühere Chefdirigent der Hommingberger Philharmonie, Generalmusikdirektor Prof. Heinz Semmer, ist gestern in Hommingberg im Alter von 87 Jahren verstorben.

Heinz Semmer war von 1947 bis 1966 künstlerischer Leiter der Hommingberger Philharmonie. Der schnelle Wiederaufbau des berühmten Klangkörpers nach dem Krieg gehörten ebenso zu seinen Verdiensten wie sein Einsatz für das zeitgenössiche Musikschaffen. Als Dirigentenpersönlichkeit machte er sich vor allem als Interpret von Brahms, Bruckner, Schubert und Henze einen auch international bekannten Namen.

Ab 1966 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1983 war er als ordentlicher Professor und Rektor der Hommingberger Musikhochschule tätig. Anschließend wandte er sich dem kompositorischen Schaffen zu und schuf die über die Grenzen der Hommingberger Region hinaus bekannten Werke “Ein Hommingberger Traum” und den “Gepardenwalzer”.

Wie erst kürzlich bekannt wurde, arbeitete Prof. Semmer seit etwa 3 Jahren an der Oper “Die Hommingberger Gepardenforelle”, die Weihnachten dieses Jahres uraufgeführt werden sollte.

Quelle: Neues Deutschland (B), 4. Mai 1978, Seite 4