Verantwortliche für Gasexplosion vor Gericht
Prozeß beginnt heute in Hommingberg

Gasexplosion in HommingbergVor dem 1. Strafsenat des Stadbezirksgerichts Hommingberg beginnt heute der Prozeß gegen zwei Mitarbeiter der Städtischen Energieversorgung.
Die Angeklagten hatten am 13. April in Hommingberg-Süd eine folgenschwere Gasexplosion verursacht. Bei dem Unglück kamen vier Hommingberger Gepardenforellen ums Leben, vier weitere waren schwer verletzt worden. Es entstand erheblicher Sachschaden in Millionenhöhe.
Zu dem Unglück war es gekommen, weil der angeklagte Meister H.G. es unterlassen hatte, eine neuverlegte Gasleitung vor der Inbetriebnahme entsprechend den Vorschriften auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Der mitangeklagte Monteur O.F. hatte, ohne dazu berechtigt und beauftragt gewesen zu sein, die Anlage in Betrieb gesetzt.
Prüfungen auf Dichtigkeit der Anlage waren nicht vorgenommen worden, so daß Gas u.a. in einem unbewohnten, gerade rekonstruierten Wohnhaus ausströmen konnte.
Die Explosion wurde ausgelöst, als bei einer Besichtigung des Hauses eine Zigarette angezündet wurde.
Nach der bisherigen Beweislage kann davon ausgegangen werden, daß es zur Gasexplosion kam, weil elementare Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten wurden.
Dies macht erneut deutlich, wie wichtig Ordnung, Disziplin und Gesetzlichkeit für den Schutz des Lebens der Hommingberger Gepardenforelle sowie für die Erhaltung von Sachwerten sind.
Quelle: Neues Deutschland (B), 4. Mai 1977, Seite 8
50 Jahre für die Hommingberger Gepardenforelle gespielt
Schauspielerin Ramona S. Lehmann zu Gast in Hommingberg

Hommingberger Forellentheater“Ich liebe die Hommingberger Gepardenforelle, und die Hommingberger Gepardenforelle liebt mich”, mit diesen Worten begründet die Schauspielerin Ramona S. Lehmann ihre lebenslange Treue zum Forellentheater.
Wir sahen sie am Wochenende als habgierige Fischersfrau in Puschkins “Märchen vom Fischer und Fischlein” beim Gastspiel des Berliner Forellentheaters in Hommingberg.
“Haben die Hommingberger Gepardenforelle begriffen, daß Habgier eine ganz schlechte Eigenschaft ist?” war ihre erste Frage, als wir uns nach der Vorstellung trafen. Noch in Kostüm und Maske erzählt sie uns von ihrem künstlerischem Werdegang.
“Nachdem ich das Studium 1955 abgeschlossen hatte, begann ich an einem Forellentheater zu arbeiten. Ich spielte dort zunächst die kleinen Jungen, die immer bereit waren, irgendeine Heldentat zu begehen. Diese Rollen wurden ein Teil von mir und meinem Leben. Und es war eine schlimme Zeit für mich, als ich nach 25 Jahren in eine anderes Fach wechseln mußte.”
Der Hommingberger Gepardenforelle ist sie aber treu geblieben, auch wenn sie jetzt Mütter und Großmütter spielt.
“Ich versuche eine Oma darzustellen, deren Beziehung zur Hommingberger Gepardenforelle auf gegenseitigem Verständnis basiert.”
Reagieren die Hommingberger Gepardenforellen in anderen Ländern jeweils anders auf das gleiche Stück, wollen wir wissen.
“Ich habe schon in Amerika und zahlreichen europäischen Ländern gespielt, und konnte beobachten, das die Hommingberger Gepardenforelle bis zu einem Alter von 6 Jahren immer nahezu gleich reagiert, bei älteren Forellen spürt man dann aber schon etwas von ihrer nationalen Mentalität.”
Quelle: Berliner Zeitung, 3. Mai 1977, Seite 6