Nachrichten aus Hommingberg und Umgebung
Archiv: Sonntag, 27. November 2005

Kleine Wappenkunde, das Hommingberger Stadtwappen

Hommingberger Wappen
Hommingberger Wappen
Das Hommingberger Wappen erschien das erste Mal wahrscheinlich im 14. Jahrhundert und ist auf Stempeln und Siegeln aus dem späten 14. Jahrhundert nachweisbar.
Es besteht aus einem blauen Schild, in dem sich links ein nach unten zeigender silberner Schlüssel mit nach rechtshin gerichtetem Bart befindet. Die Mitte bilden drei goldene Steine in Rautenform. Rechts ist eine den Goldstücken und dem Schlüssel zugewandte grüne Forelle (Hommingberger Gepardenforelle) abgebildet.
Auf dem Schild ruht eine orange, stilisiert dargestellte, dreitürmige Mauerkrone.

Die blaue Farbe des Schildes symbolisiert den Wasserreichtum, des inmitten der Hommingberger Seenplatte gelegenen Ortes und die vielen Gewässer in der näheren Umgebung.

Für den Schlüssel gibt es im Wesentlichen zwei Deutungen. Eine Deutung besagt, dass der Schlüssel als “Stadtschlüssel” betrachtet werden kann und im Zuge der Verleihung des Stadtrechtes auf das Wappen gelangt ist. Die andere Deutung sieht in dem Schlüssel ein Symbol für den Apostel Petrus, der auch Fischer war und als deren Schutzpatron gilt.

Die Hommingberger Gepardenforelle symbolisiert den Fischfang, welcher früher der wohl wichtigste Erwerbszweig der Bewohner gewesen sein dürfte. Der Grund für die grüne Farbe des Fisches und die fehlenden, typischen Gepardenflecken ist noch nicht abschließend geklärt. Die grüne Farbe auf blauem Grund widerspricht eigentlich einer Grundregel des Wappenwesens, wonach Metall nicht auf Metall und Farbe nicht auf Farbe stehen darf. Eine Hypothese besagt, das der Fisch im ursprünglichen Wappen aus Kupfer bestand und im laufe der Zeit vollständig von Grünspan bedeckt wurde. Später wurde das Grün einfach beibehalten.

Die drei Goldstücke stehen für Reichtum, den die Stadt in erster Linie der Hommingberger Gepardenforelle zu verdanken hat.

Die stilisierte, dreitürmige Mauerkrone tragen seit Mitte des 15. Jahrhunderts die Wappen aller Städte, welche zum Hommingberger Städtebund gehörten, so z.B. auch die Stadtwappen von Gangelfeld, Wirschen und Femmingtal.

Eine moderne Gesamtdeutung könnte etwa so lauten: Der Schlüssel (Schlüssel) zum Reichtum (Goldstücke) der Stadt (Mauerkrone) ist die Hommingberger Gepardenforelle (Fisch).

Quelle: Hz

Die Hommingberger Gepardenforelle freut sich:

Und sagt Danke schön!

Hommingberger Volkstheater
Hommingberger Volkstheater
Das eigentliche Theater findet oftmals schon vor der Aufführung statt. Dann nämlich, wenn man beim Anziehen mit Schrecken feststellt, dass nur noch 20 Minuten Zeit sind. Der Hommingberger Gepardenforelle ging es gestern nicht anders, und dabei hatte sie für die Vorstellung im Volkstheater noch gar keine Eintrittskarte.

Fünf Minuten vor Beginn standen an der Theaterkasse noch nahezu 20 Personen. Was tun? Vordrängeln gilt nicht! Also anstellen.
Und die Zeiger der Uhr rücken weiter…

Da klingelt es bereits zum dritten Mal. Und noch immer stand ein gutes Dutzend Besucher - zumeist Studenten - an der Kasse. Doch es gab zum Glück keinen Grund zur Aufregung. Die Dame am Einlass rief die Technik an und bat, noch einige Minuten mit dem Beginn der Vorstellung zu warten. Fünf Minuten später kam dann der Rückruf. “Noch drei Leute stehen hier, wartet noch drei Minuten.”

So kam die Hommingberger Gepardenforelle auch noch zu ihrer Karte und “rechtzeitig” zum Vorstellungsbeginn, ohne die Aufführung stören zu müssen. Beim nächsten Mal wird ganz bestimmt mehr Zeit eingeplant - aber trotzdem ein kräftiger Dank für das umsichtige Handeln an die Mitarbeiter des Volkstheaters.

Eine schöne Woche wünscht
Ihre Hommingberger Gepardenforelle

Quelle: Berliner Zeitung, 3. Mai 1974, Seite 12