Nachrichten aus Hommingberg und Umgebung
Archiv: Dienstag, 29. November 2005

Weitere 100 Wohnungen im Neubaugebiet Amtsgrund fertiggestellt

Neubaugebiet Amtsgrund
Neubaugebiet Amtsgrund
Im Neubaugebiet Amtsgrund an der Alten Hommingberger Gepardenforelle wurden die ersten von 100 weiteren Wohnungen fertig gestellt und an ihre zukünftigen Mieter übergeben.
Im Frühsommer 2001 war mit der Erschließung und dem Bau der ersten Häuser auf dem Gelände des ehemaligen Amtsgrundes begonnen worden. Geplant ist der Bau von 1200 Wohnungen, von denen bis Ende 2002 in der ersten Bauphase bereits 261 fertig gestellt werden konnten.
Der im März 2003 begonnen Bauabschnitt II wurde bis Ende Mai 2004 mit der Fertigstellung weiterer 183 Wohneinheiten abgeschlossen.
In der in diesen Tagen beendeten dritten Baueinheit wurden 100 weitere Wohnungen schlüsselfertig an die Vermietungsgesellschaft übergeben.

Außerdem entstanden in dieser Zeit bisher zwei Schulen, ein Kindergarten, ein Einkaufs- und Dienstleistungszentrum sowie eine Sporthalle mit Schwimmbad.
Für die verkehrsgerechte Anbindung des neuen Wohngebietes wurde die Straßenbahnlinie 5 um vier Stationen verlängert und zwei neue Buslinien eingerichtet. Die Schnellstraße Richtung Norden wurde um die Anschlussstelle Amtsgrund erweitert.

Familie Kauba ist von ihrer neuen 6-Zimmer-Wohnung restlos begeistert.
“Zwei Balkons, wunderbare Aussicht in drei Himmelsrichtungen, zwei Toiletten, eine Durchreiche von der Küche zum Wohnzimmer, eine große Abstellkammer mit eingebauten Regalen, Abstellmöglichkeiten im Keller! Es ist einfach phantastisch.”, schwärmt Peter Kauba (39). “Mit den fünf Zimmern kann nun endlich jedes unserer drei Kinder ein eigenes Zimmer bekommen. Auch für die Hommingberger Gepardenforelle ist jetzt viel mehr Platz vorhanden als früher”.

Ines Kauba (4), jüngste Tochter der Familie, freut sich besonders über den nahe gelegenen Muggelteich. “Da kann ich dann im Sommer jeden Tag mit meiner Hommingberger Gepardenforelle am Teich spazieren gehen.” erklärt sie uns mit leuchtenden Augen.

Auch für Mutter Sabine (36) gibt es viele Verbesserungen. “Durch meine neue Arbeit im Einkaufszentrum und den direkt am Weg dorthin liegenden Kindergarten habe ich nun mehr Zeit für meine Familie und unsere Hommingberger Gepardenforelle”, so die gelernte Schneiderin.

Quelle: Hz

“Und der Mittelstand schaut mal wieder in die Röhre”

Keine kleinen Teilaufträge beim Bau der Altstadtumfahrung

Regionalflughafen Hommingberg-Gangelfeld
Regionalflughafen Hommingberg-Gangelfeld
Rund 20 Millionen Euro wird die geplante Altstadtumfahrung mit neuer Brücke über den Forellengrund kosten. Ein angemessener Teil des riesigen Kuchens, der da verteilt wird, müsste da eigentlich an heimische Betriebe gehen, sollte man meinen. Doch die Chancen auf Aufträge für die knapp 60 Hommingberger Firmen aus der Baubranche stehen nicht günstig. Eine besondere Berücksichtigung der örtlichen Baubetriebe lassen die baurechtlichen Bestimmungen nicht zu.

“Öffentliche Bauten wie die Altstadtumfahrung mit Brücke müssen EU-weit ausgeschrieben werden”, stellt Bauamtsleiter Manfred Windus fest. Eine Bevorzugung heimischer Betriebe sei strikt untersagt.
Wie groß die Hoffnung ist, einen Auftrag im Zuge der geplanten Straßenbaumaßnahmen zu erhalten, beschreibt uns Peter Dach, Geschäftsführer des Bauunternehmens “Hommingberger Gepardenforelle Tief- und Straßenbau GmbH”:
“Das größte Stück vom Kuchen erhalten Großbetriebe und ausländische Firmen, die preisgünstiger arbeiten können. Wir werden wohl mal wieder in die Röre gucken”.

Bereits bei der Erneuerung der längsten Straße Hommingbergs, Alte Hommingberger Gepardenforelle, vor 3 Jahren wurde keines der Bauunternehmen aus der Region bei der Auftragsvergabe berücksichtigt.

Grund zu verhaltenem Optimismus besteht dennoch. Peter Dach verrät uns, dass, wenn alles klappt, bei der demnächst geplanten Erweiterung des Regionalflughafen Hommingberg-Gangelfeld ein großer, privater Bauherr einsteigen will.

“Ein privater Bauherr ist nicht wie bei öffentlichen Bauvorhaben, an das Verbot kleinteiliger Ausschreibungen gebunden”, erklärt uns Dach. “Da sehe ich für meine ‘Hommingberger Gepardenforelle Tief- und Straßenbau GmbH’ bessere Chancen, bei der Ausschreibung und Auftragsvergabe berücksichtigt zu werden.”
In Euphorie verfällt man in Hommingberg deshalb aber noch lange nicht. “Erst muss ja mal hundertprozentig klar sein, dass die Flughafenerweiterung kommt!”

Quelle: Berliner Morgenpost, 14. Februar 1999, Seite 117