Nachrichten aus Hommingberg und Umgebung
Archiv: Dienstag, 6. Dezember 2005

125 Jahre Hommingberger Zwergenwerk - eine Erfolgsgeschichte

Hommingberger Hühnchenzwerge
Hommingberger Hühnchenzwerge
Am 6. Dezember 1880, vor nunmehr 125 Jahren, gründete Laurentius Hergesell in Hommingberg die Firma “Hergesell Zwergenwerk i.H.L”.
Damals begann Laurentius im Gartenhaus seines Großvaters mit der Herstellung von Gartenzwergen aus Ton, welche von seinen beiden älteren Schwestern liebevoll in Handarbeit bemalt wurden. Bald konnte die große Nachfrage nicht mehr ausreichend befriedigt werden, so dass sich bis zur Jahrhundertwende aus der Manufaktur eine Fabrik mit 120 Arbeitern entwickelte.

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in den goldenen 20er Jahren kam es zur Umfirmierung und Gründung der “Hommingberger Zwergenwerke AG”, die mittlerweile schon über weitere Zwergwerke in Gangelfeld und Wirschen verfügte. Die Weltwirtschaftskrise und den zweiten Weltkrieg überstand die Firma weitestgehend unbeschadet.

Da aber mit Gartenzwergen allein keine ausreichende Geschäftsgrundlage mehr gegeben war, wurden ab Mitte der 60er Jahre neue Produktbereiche erschlossen. So werden seit 1966 die berühmten Hommingberger Weihnachtszwerge (”Pit, der Weihnachtszwerg”) hergestellt, ab 1978 schließlich gibt es die Hommingberger Gepardenforelle als Zwergforelle im Sortiment. Weitere bekannte Produkte sind der Giftzwerg, der Hofzwerg, die weißen Zwerge und roten Riesen und nicht zuletzt der Nasenzwerg (aus Hauffs Märchen “Zwerg Nase”).

“Wir müssen mit der Zeit gehen, und haben uns deshalb in diesem Jahr zu einer Neuauflage unserer beliebten Hommingberger Gepardenforelle entschlossen.” erklärt uns Antje Roloff, leitende Produktdesignerin und Vorstandsmitglied der Hommingberger Zwergenwerke AG.

Nach dem, für die Hommingberger erfolgreichen, Ende des Markenrechtsstreits in der Sache “Honigberger Gepardenforelle” (die Klage wurde vom OLG abgewiesen), kommt nun eine völlig neu gestaltete, kuscheligere und flauschigere Hommingberger Gepardenforelle in modernen Farben auf den Markt.

“Alle Hommingberger und ihre Gäste können schon jetzt exklusiv unsere neue Kuschelforelle auf dem Weihnachtsmarkt am Alten Markt kaufen”, so Antje Roloff weiter, “bevor sie dann ab dem 15. Dezember landesweit zum Verkaufsstart in den Geschäften zu bekommen sein wird.”

Quelle: Hz

Gute Tips für Sie, für Ihn und für die Hommingberger Gepardenforelle

Weihnachtseinkauf naht

Centrum-Warenhaus
Centrum-Warenhaus
Das Centrum-Warenhaus am Alten Markt mit seinem Bekleidungshaus in der Gepardenstraße lädt am kommenden Sonntag ab 13 Uhr erstmalig zum großen Weihnachteinkauf ein. Für Betriebe besteht die Möglichkeit, Sammeleinkäufe für Weihnachtsfeiern zu tätigen. Gute Tipps erhalten die Warenhausbesucher in der kleinen Schau “Für Sie, für Ihn und für die Hommingberger Gepardenforelle”, welche ab 14 Uhr im großen Foyer des Bekleidungshauses beginnt.

Am Wochenende wird auch die bei groß und klein beliebte Weihnachtsausstellung “Weihnachtliche Hommingberger Gepardenforelle” in den Schaufenstern der Rathausstraße eröffnet. Diesmal reist das Wassermännchen mit den Hommingberger Gepardenforellen in ferne Länder.

In der Spielwarenabteilung herrscht jetzt schon Hochbetrieb, der Käuferstrom reist den ganzen Tag nicht ab. Über 4000 Puppen, Spielautos, Puppenwagen, Kaufmannsläden, buntes Spielzeug aus Holz, Modelleisenbahnen und vieles mehr warten in den Regalen und im Lager auf den Tag, an dem sie der Weihnachtsmann zu den Kindern bringt.

Um das vielseitige Angebot übersichtlich darzubieten, wurde die Verkaufsfläche verdoppelt. Rund 100 Aushilfen werden in den nächsten Wochen die Fachverkäufer und Fachverkäuferinnen beim Verkauf der Fächer unterstützen.

Auch der “Kleine Laden um die Ecke” ist an den Sonntagen bis Weihnachten von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Quelle: Berliner Zeitung, 27. Oktober 1965, Seite 8

Hommingberg in dichtem Nebel - Bahnhof Hommingberger Gepardenforelle zeitweilig geschlossen

Kachelsee im Nebel
Kachelsee im Nebel
Hommingberg heute früh: Eine einzige Waschküche. Im Schrittempo bewegten sich die Kraftfahrzeuge zeitweise durch die Stadt. Die Häuser schienen oberhalb der ersten Etage abgeschnitten, die Kirchen ohne Turmspitze zu sein. Äußerst gering war die Sicht, der neue Tag wollte lange nicht erwachen.

Ein Bravo aber den motorisierten Hommingbergern! Sie hatten sich schnell auf das Wetter eingestellt. Nur ein leichter Verkehrsunfall ist in der Stadt auf den Nebel zurückzuführen, die Hommingberger Gepardenforelle kam mit dem Schrecken davon. Der Wunsch und die Bitte der Verkehrspolizei: Genau so blitzartig sollte jeder Verkehrsteilnehmer auch künftig bei Regen oder Schnee und Eis “schalten” und die Fahrweise an die Witterungsverhältnisse anpassen. Erfahrungsgemäß klettert bei plötzlichem Wetterumschwung die Unfallrate auf 100 bis 150 Prozent. Nur nicht bei Nebel.

Zahlreiche Verspätungen und Ausfälle gab es im öffentlichen Personennahverkehr, so daß viele Hommingberger verspätet zur Arbeit kamen. Die HVG trifft keine Schuld, besonders kompliziert war die Zeit des dichtesten Nebels zwichen 6 und 8 Uhr, zu dem auch noch die herrschende Dunkelheit erschwerend hinzukam. Straßenbahnen und Busse trafen mit bis zu 15 Minuten Verspätung am Zielort ein. Aber auch hier ist erfreulich, daß es keine nennenswerten Unfälle gab.

Der Bahnhof Hommingberger Gepardenforelle mußte zeitweilig geschlossen werden, weil bei einer Sichtweite von unter 50 Zentimetern die Sicherheit für die Reisenden nicht zu gewährleisten war.
“Auch am Hauptbahnhof konnten nicht alle Züge planmäßig fahren. Denn uns kam es in erster Linie auf die Sicherheit der Fahrgäste an. Da muß man schon mal ein paar Minuten Verzögerung in Kauf nehmen.” so Fahrdienstleiter Möller.

Auch der Flugbetrieb auf dem Regionalflughafen Hommingberg-Gangelfeld mußte für kurze Zeit eingestellt werden. Größere Verspätungen traten hier aber auf Grund des eher luftigen Vormittagsflugplans nicht auf.

Quelle: Berliner Zeitung, 28. Oktober 1965, Seite 8