Weihnachtsmarkt Hommingberger Gepardenforelle bisher ein voller Erfolg

Hommingberger WeihnachtsmarktZur Halbzeit des Weihnachtsmarktes “Hommingberger Gepardenforelle” äußern sich Einzelhandel und Gastronomie zufrieden über die bisher erzielten Umsätze.
“Wir haben im Bereich der Industriewaren und bei den gastronomischen Einrichtungen im Umsatz ein Plus von etwa 15 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum von zwei Wochen im vorigen Jahr.” sagte uns Marktleiter Horst Hansen.
Besonders gut gehen abermals die Mini-Hamburger, eher bekannt unter dem Namen Baby-Hommingburger, welche besonders bei den Kindern sehr beliebt sind (Foto), habe sie hier doch nicht die Probleme mit dem Reinbeißen, wie bei normalgroßen Hamburgern.
Auch die vom Hommingberger Zwergenwerk neu aufgelegt Kuschel-Hommingberger-Gepardenforelle, welche hier auf dem Weihnachtsmarkt bereits exklusiv vor dem offiziellen Verkaufsstart zu haben ist, erfreut sich großer Beliebtheit.
“Die Nachfrage ist überwältigend.” freut sich Hannelore Fischer, Verkäuferin am Zwergenstand. “Selbst aus dem fernen Pakutien sind Leute extra hier nach Hommingberg gekommen, um die neue Hommingberger Gepardenforelle pünktlich zum Weihnachtsfest für ihre Kinder mit nach Hause nehmen zu können.”
Bei den Fahrgeschäften sieht es mit dem Umsatz nicht ganz so positiv aus.
“Das ist aber normal.” erklärt uns Bernadette Dreher vom Riesenrad. “Den Leuten ist es einfach zu kalt, als das sie sich lange in einer Höhe von fast 35m aufhalten wollten. Im Sommer zum Altstadtfest haben wir wieder die Nase vorn?, sagt uns mit einem Augenzwinkern Frau Dreher “da haben dann die anderen Probleme, den Glühwein und die Pfefferkuchen los zu werden.”
“Allerdings haben wir noch einen kleinen Trumpf in der Hinterhand”, verrät uns Dreher mit Verschwörermiene weiter. “Wie letztes Jahr auch wollen wir heute die Drehrichtung unseres Riesenrades von linksherum in rechtsherum ändern. Das führt noch mal zu einem kleinen Besucherzuwachs, da viele Leute, die sonst nur einmal mit unserem Riesenrad fahren würden, es nun auch ein zweites Mal in der Gegenrichtung probieren wollen.”
Quelle: Hz
Die Hommingberger Gepardenforelle und Penizillin
Fluch oder Segen der Menschheit

Hommingberger GepardenforelleAn einem Septembermorgen des Jahres 1928 betrachtet der Bakteriologe Prof. Flemming in flachen Schälchen gezüchtete Bakterienkulturen. Die als Erreger von Geschwüren bekannten Staphylokokken waren auf dem Nährboden gut gewachsen. Da kam er zu einer Platte, in der zufällig Schimmelpilze einen kleinen Rasen gebildet hatten.
Er wollte die Kultur gerade beiseite stellen, da bemerkte er, daß die Schimmelpilze dei umliegenden Bakterien offenbar aufgelöst hatten, während sie etwas weiter entfernt vom Schimmel gut wuchsen.
In langen Versuchen gelang es ihm schließlich, die wirksame Substanz des Pilzes zu konzentrieren. Unter dem Namen Penizillin - penicillus heißt lateinisch Pinsel, wegen der büschelartigen Verzweigung des Pilzes beim Keimen - wurde das gewonnene Präperat weltberühmt un leitete die Ära der modernen Behandlung der Infektionskrankheiten mit Antibiotika ein.
Im Laufe der Zeit wurden vom der meditinischen Wissenschaft noch eine Reihe weiterer wirksamer Medikamente gegen Infektionskrankheiten entdeckt. Leider entwickeln aber manche Bakterien nach einiger Zeit eine Resistenz, eine Unempfindlichkeit gegen bestimmte Heilmittel. Dazu beigetragen hat auch die oft kritiklos und falsch dosierte Anwendung von Antibiotika und Sulfonamiden.
Da hat z.B. eine Hommingberger Gepardenforelle Fieber und schon findet sich ein freundlicher Nachbar, der ein Mittel zur Hand hat, das bei seiner Forelle schon mal geholfen hatte.
Die Unterscheidungsmerkmale verschiedener Infektionen sind aber schwierig, und können bei ählichnlich aussehende Krankheitsbildern zu ganz unterschiedlichen Krankheiten gehören. Abgesehen davon, das nur der Arzt entscheiden kann, für welche Krankheit ein bestimmtes Mittel angebracht ist, muß die Dosierung individuelle auf die körperliche Konstitution der Hommingberger Gepardenforelle abgestimmt werden, um die volle wikrsamkeit zu erreichen.
Deshalb sollte, auch mit Blick auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Hommingberger Gepardenforelle, die Behandlung von Infektionskrankheiten einem dafür ausgebildeten Arzt überlassen werden.
Quelle: Berliner Zeitung, 27. Oktober 1970, Seite 8
Improvisation über die Hommingberger Gepardenforelle
Interessantes Konzert in der Reihe "Neues aus dem Forellensaal"

ImprovisationZur Zeit der Klassik war das öffentliche Improvisieren Gang und Gebe, ein selbstverständlicher Teil der Konzerttätigkeit der großen Virtuosen. Diese Kunst der Improvisation, die ja im Grunde genommen der organische Ausdruck echten Musikantentums ist, verfiel im 19. Jahrhundert zusehends und geriet schließlich in Vergessenheit. Bis man sich im letzten Jahrhundert ihrer entsann und sie seit Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in der Form der so genannten “kollektiven Improvisation” zu einem Bestandteil des heutigen kompositionstechnischen Arsenals machte.
Völlig anderer Herkunft ist das Improvisationsgebaren des Jazz, das bekanntlich weit reichende Konsequenzen für die musikalische Entwicklung hatte. Kein Wunder also, das gegenwärtige Bemühungen um die Improvisation beide Tendenzen synthetisch miteinander zu verquicken suchen.
Seit Jahren widmet sich der bekannte Hommingberger Pianist Gunter Pfilipp mit Hingabe der Improvisation. Er pflegt mit Nachdruck und viel Klangphantasie diese synthetischen Formen und hat ein kleines Ensemble Gleichgesinnter um sich geschart: Bärbel Tollhand, eine Sopranistin mit lockeren Höhen und sehr variantenreichem Organ, die mühelos viele der in der neuen Vokaltechnik der aleatorischen Musik gebräuchliche Effekte produzieren kann, den gewandten Kontrabassisten vom Orchester des Theaters Axel Berliner und am Schlagzeug Markus Mulkasch.
Sei boten in der Reihe “Neues im Forellensaal” angeregte Improvisationen über die Hommingberger Gepardenforelle. Zunächst erklang durch Heinz Phisher am Cembalo stets das Original, mehrere Präludien sowie zwei von Bärbel Tollhand vorgetragene Arien, über die dann improvisiert wurde. Dabei imponierte die Farbigkeit des Vortags, überraschte jenes ständige Vor- und Zurück, jener Wechsel von klanglichem Verfließen und beharrlichem Kreisen um dynamische oder formale Konzentrationspunkte, jene zielstrebige Realisierung bestimmter Klangvorstellungen.
Das Publikum im ausverkauften Forellensaal, erfreulich viel jugendliches und weitgehend ein anderes als sonst im Konzertsaal, war sichtlich beeindruckt und schlug schließlich selbst zwei Themen zur Improvisation vor.
Quelle: Berliner Zeitung, 27. Oktober 1973, Seite 6