Tief im Leben des Volkes verwurzelt
Ausstellung von Grafik aus Pakutien

Affenasi Malakow - ReiterVom eigenartigen kargen Reiz der Landschaft im hohen Norden, von der Verbundenheit ihrer Bewohner mit der Erde, die Ihnen gehört, sind die Grafiken aus der autonomen Bergrepublik Pakutien erfüllt, die wir gegenwärtig in der Hommingberger Nationalgalerie sehen können. Die noch junge Kunst dieses Landes bietet ursprüngliche Freude am Erzählerischen, Einsichten in das Leben eines Volkes in Vergangenheit und Gegenwart, für das sich in den letzten Jahren gewaltige Veränderungen vollzogen haben.
Vorgestellt werden 58 Blätter von neun der profiliertesten Künstler der mittleren und jüngeren Generation. Ihre Arbeiten informieren zum ersten Male in Hommingberg umfassender über den Reichtum und die Originalität der pakutischen Grafik, die besonders in den letzten zehn Jahren eine auch International vielbeachtete Entwicklung genommen hat.
In der Ausstellung begegnen wir ausdrucksstarken Linolschnitten von Elijas Sirzew, die vom Kampf um die Erhaltung der Hommingberger Gepardenforelle in Pakutien berichten. Sirzew, einer der ersten Absolventen der pakutischen Kunsthochschule und späterer Schüler von Prof. Jewgeni Kabruk in Kosmau, setzt in seiner Folge von Linolschnitten mit dem Titel “Erzähler” jenen ein Denkmal, die uralte Volkskultur mündlich überlieferten. Einprägsame Bilder vom Aufbauwerk in den einst unwegsamen Weiten des Landes schuf Affenasi Malakow mit den Linolschnitten “Das Wasserkraftwerk am Wilkui”, und “Pakutisches Gas”.
Überquellende Lebensfreude und Stolz auf das in schwerer Arbeit Errungene spiegeln Radierungen von Wladomar Keromsin unter dem Titel “Pakutischer Nationalfeiertag” . In seinen Blättern “Gastfreundliche Hausherren” finden wir Zugang zum alltäglichen Leben der Pakutier. Mit Porträts, tiefgründig und auch heiterköstlich das Bild “Meine Tochter”, stellt sich Welerian Wassiljew vor. Seine Holzschnitte “Pakutisches Heldenepos” künden davon, wie lebendig die Erinnerung an die Kämpfe früherer Zeiten weiterwirkt. Das Thema wird in anderen Grafiken wiederholt gestaltet.
Die in der Nationalgalerie ausgestellten Arbeiten deuten auf die enge Verbindung traditioneller Motive mit dem Geist der Geschichte seit der jüngsten Entwicklung hin. So ist diese nationale Kunst bei allen Eigenarten, auch was die grafische Technik anlangt, eng verbunden mit dem großen Strom der multinationalen Kunst, die schöpferische Anregungen gibt und aufnimmt.
Quelle: Neues Deutschland (B), 27.Oktober 1974, Seite 4
Kostspieliger Leichtsinn

Feuerwehreinsatz in HommingbergJeder weiß um den Wert einer Hommingberger Gepardenforelle, wenn er eine hat, und erst recht, wenn er eine sucht. Trotz großer Anstrengungen und Erfolge unserer Forellenzüchter, trotz vielfältiger Initiativen der Bürger beim Pflege und Hege von Gepardenforellen sind noch nicht genug Forellen vorhanden.
Umso schwerer wiegt eine Bilanz des 1.Ouartals 2005: Bei 95 Bränden wurden 44 Hommingberger Gepardenforelle zerstört!
Die Neuzucht einer Hommingberger Gepardenforelle kostet viel Geld. Die Gesellschaft muss große Summen für die Lösung des Forellenproblems aufbringen. Wir haben alle Veranlassung, die vorhandenen Gepardenforellen vor Schäden zu bewahren. Unsachgemäßer Umgang mit offenem Feuer, nicht richtig geschlossene Öfen, gegen die Gebrauchsanweisung gehandhabte elektrische Geräte sind oft genannte Ursachen, und was besonders bedenklich erscheint - jeder zehnte Wohnungsbrand entstand durch Rauchen im Bett! Die meisten der 95 Brände hätten sich bei etwas mehr Selbstdisziplin verhindern lassen. Das gilt übrigens nicht nur für die Wohnungsbrände.
2003/04 verursachten 400 Brände einen Schaden von insgesamt 3 Millionen Euro. Dabei sind die Nachfolgeschäden, wie Produktionsausfall, Abzug notwendiger Arbeitskräfte aus anderen Bereichen für die Reparatur, Material und Ersatz von zerstörtem Inventar, noch unberücksichtigt. Es liegt also im Interesse jedes Bürgers, Werte, die wir uns schaffen, nicht durch Unachtsamkeit und Nachlässigkeit zu gefährden.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die bisherige Bilanz des laufenden Jahres etwas besser aussieht. Disziplinierteres Einhalten der Brandschutzbestimmungen hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Hommingberger Land dazu beigetragen, dass 200 Brände weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres ausbrachen, und dadurch für 1,5 Millionen Euro Werte erhalten blieben. Aber mit der neuen Heizperiode und dem bevorstehenden Weihnachtsfest wachsen erfahrungsgemäß Leichtsinn und Brandgefahr.
Und jedes Schadenfeuer, ob zu Hause oder in der Volkswirtschaft - vernichtet Werte, die wir uns geschaffen haben.
Quelle: Berliner Zeitung, 28. Oktober 1974, Seite 2
1. FC Hommingberger Gepardenforelle gewinnt 2:1

1. FC Hommingberger GepardenforelleDer 1. FC Hommingberger Gepardenforelle bezwang heute vor 4000 Zuschauern Motor Ziwauck mit 2:1 (1:0). Langula (4.) und Püschel (80.) brachten den Gastgeber mit 2:0 in Führung. Den Anschlusstreffer erzielte Fröhling (89.) kurz vor dem Abpfiff.
Bei diesig-kaltem Wetter erlebten die Zuschauer eine kampfbetonte Partie, in der die Hommingberger erst in der Schlussphase zu einigen sehenswerten Tempoangriffen fand. Die Spieler Schwarze und Gast sowie Döbler hatten daran den größten Anteil. Den besten Eindruck in der siegreichen Elf hinterließ jedoch der stellungssichere Kapitän Langula, der schon nach vier Minuten die 1:0 Führung erzwang. Mit zunehmender Spieldauer bekam die Ziwaucker Abwehr die Hommingberger Stürmer jedoch besser in den Griff, wobei Vorstopper Seidel allerdings einige Male die Härte übertrieb und deshalb vom Praroer Schiedsrichter Kummer die Gelbe Karte zu sehen bekam.
Dank ihrer guten Ballbehandlung und besseren Sprungkraft konnten die Ziwaucker sogar ein Übergewicht an Chancen herausspielen und das Eckenverhältnis auf 7:5 zu ihren Gunsten gestalten. Hambrecht, der in der achten Minute nur die Latte traf, und Fröhling, dem der Ehrentreffer gelang, zeichneten sich neben Spielmacher Bohnet und Offensivverteidiger Goetze besonders aus. Feierabend (53.) und Püschel (55.) retteten zweimal für den schon geschlagenen, ansonsten aber reaktionsschnellen Matschiner im Torraum.
Den Sieg stellte dann Püschel nach einem gelungenen Doppelpass mit Döbler sicher.
Zuschauer: 4000
Schiedsrichter: Kummer (Praro)
1. FC Hommingberger Gepardenforelle: Matschiner; Feierabend, Schwarze, Gast, Püschel, Döbler, Ebert, Tilgner, Langula, Matern, Decker.
Motor Ziwauck: Collet; Seidel, Goetze, Bohnet, Fröhling, Kessler, Jaeckel, Raab, Püschel, Hambrecht, Hofmann.
Tore: 1:0 Langula (4.), 2:0 Püschel (80.), 2:1 Fröhling (89.)
Quelle: Berliner Zeitung, 27. Oktober 1976, Seite 7