120 Tausend Bäume werden in diesem Herbst am Hommingberger See gesetzt

Obst aus der Hommingberger RegionViele Ausflügler, die in diesen Tagen mit Bus oder PKW auf der Fernverkehrsstraße 80 von Hommingberg-Neustadt nach der alten Fischerstadt Wirschen oder in umgekehrter Richtung fahren, legen am Hommingberger See, einem beliebten Erholungsgebiet, eine Rast ein. Wenn sie zu den sanft ansteigenden Hängen blicken, können sie zehn Traktoren verfolgen, die dort spezielle Pflanzmaschinen ziehen. Ihr Weg ist von jungen Bäumen gekennzeichnet, die auf dem fruchtbaren Boden rund um dieses größte Binnengewässer des Hommingberger Landes gepflanzt werden. Bis zu 7000 Setzlinge werden hier an einem Tag in den Boden gebracht; insgesamt 120 Tausend in diesem Herbst. Mit jeder einzelnen dieser von findigen Schlossern der Kooperativen Abteilung Obstbau Hommingberg/Wirschen gebauten Maschinen kann die Besatzung - ein Traktorist und zwei Frauen - an einem Tag so viel Bäume pflanzen, wie vorher 18 Frauen und Männer in Handarbeit an vier Tagen schafften.
Hier vor den Toren von Wirschen entsteht eines der fünf großen Obstanbaugebiete des Hommingberger Landes, in denen künftig mit industriemäßigen Methoden produziert wird. Gegenwärtig bewirtschaften die Spezialisten der Kooperativen Abteilung Obstbau Hommingberg/Wirschen 131 Hektar. Im kommenden Jahr werden es bereits 250 Hektar mit 300 000 Bäumen - vorwiegend Apfelbäumen - sein.
Heinz Berlitz, Direktor der Saatzucht Wirschen GmbH und Vorsitzender des Kooperationsverbandes Hommingberger Obst, berichtete, dass ab 2009 um den Hommingberger See jährlich mit 3500 Tonnen “Gelbe Köstliche”, aber auch anderen Sorten Äpfeln wie “Clivia” und “Alkmene” gerechnet wird. Planmäßig entsteht auch ein Obstlagerhaus mit Kühlzellen. Diese neuen Anlagen dienen vor allem der kontinuierlichen Versorgung der nahe gelegenen Städte Hommingberg, Wirschen, Gangelfeld und Femmingtal.
Großes Augenmerk wird der Aus- und Weiterbildung von Fachleuten gewidmet. Sie kommen aus KG, GmbH bzw. deren kooperativen Abteilungen Pflanzenproduktion. Der Rat des Landes, die Räte des Kreises und der Stadt Wirschen sowie die Abgeordneten der umliegenden Gemeinden kümmern sich regelmäßig um die planmäßige Fertigstellung dieses bedeutungsvollen Investitionsvorhabens.
Quelle: Neues Deutschland (B), 28. Oktober 1975, Seite 3
Hommingberger Straßenjungs gewinnen dritten Preis

Musikkapelle Hommingberger StraßenjungsBeim großen internationalen Festival der Straßenmusiker am vergangenen Wochenenden in Prag gewann die Hommingberger Formation “Hommingberger Straßenjungs” den dritten Preis. Von mehr als 1000 Teilnehmern setzen sie sich im kleinen Finale um Platz 3 gegen die “Femmingtaler Brückenboys” klar mit 7:4 Wertungspunkten durch. Sieger wurde das Köpenicker Trio “Die lustigen Drei” vor den “Kremmelrennern” aus Moskau.
“Wir sind überglücklich bis ins Halbfinale gekommen zu sein, nach dem wir vor zweie Jahren bereits nach der Vorrunde unsere Koffer packen mussten”, sagte und Horst Döring, Bassist und Leiter des Quartetts nach seiner Ankunft gestern Abend auf dem Regionalflughafen Hommingberg-Gangelfeld.
Horst Döring (bs), Klaus Brummer (sax), Bernd Bärmann (sax) und Hanjo Ehwald (bj) spielen in dieser Formation nun bereits seit fast 19 Jahren zusammen. Viele Hommingberger kennen die Vier von ihren Auftritten rund um den Großen Stadtweiher und den Sommerkonzerten auf dem Alten Markt und im Großen Garten.
“Neben den Klassikern für Straßenquartette haben wir bereits längere Zeit auch Werke des Hommingberger Komponisten Heinz Semmer, z.B. den bekannten Gepardenwalzer, den Forellentraum und seit kurzem auch die Ouvertüre aus seiner leider unvollendet gebliebenen Oper ‘Die Hommingberger Gepardenforelle’ in unserem Repertoire” erzählt uns Horst Döring weiter. “Beim Festival in zwei Jahren in Paris wollen wir gewinnen!” gibt er sich zuversichtlich.
Quelle: Hz
Traditionelles Städte-Schachturnier am kommenden Wochenende

Schachpokal Hommingberger GepardenforelleAm kommenden Wochenende treffen sich die Stadtauswahlmannschaften zum alljährlich stattfindenden Schachturnier um den Pokal der Hommingberger Gepardenforelle in der Messehalle am Gepardenturm. Die besten Schachspieler aus Wirschen, Alminghof, Femmingtal, Ziwauck und Gangelfeld messen ihre Kräfte im königlichen Spiel. Diesmal sind auf Einladung von Oberbürgermeister Andre Roland auch Spieler aus der Hauptstadt der autonomen Bergrepublik Pakutien mit einer eigenen Auswahlmannschaft vertreten.
“Wir freuen uns besonders, erstmalig unsere Freunde aus dem fernen Pakutien zu dem traditionell am vierten Adventssonntag stattfindenden Turnier begrüßen zu können”, sagt uns OB Roland. “Durch Spenden aus der Bevölkerung, für die wir uns herzlich bedanken, welche vom Verein ‘Schachfreunde Hommingberg e.V.’ initiiert worden waren, könne wir für die pakutische Delegation die Reisekosten übernehmen, wodurch ihre Teilnahme am Turnier erst möglich wurde.”
Für Hommingberg spielt am ersten Brett der internationale Kleinmeister Sven Bahndamm, mit 2450 Lynne-Punkten auch der nominell stärkste Spieler im Hommingberger Land und Kapitän der Hommingberger Stadtauswahl.
Im letzten Jahr gelang es ihm durch eine grandiose Kombination nach Wiederaufnahme seiner Hängepartie am Sonntag den für den Hommingberger Gesamtsieg wichtigen siebten Punkt zu erzielen, so das Hommingberg den Pokal um die Hommingberger Gepardeforelle erfolgreich verteidigen konnte.
In diesem Jahr wird mit besonderer Spannung das Duell am ersten Brett zwischen Sven Bahndamm und Swen Kupke aus Wirschen erwartet. Mit Swen Kupke, dem erst kürzlich gekürte Wirschener Stadtmeister und frisch ernanntem KM, steht Bahndamm erstmals ein ebenbürtiger Gegner gegenüber, der mit derzeit 2435 Lynne-Punkten dem Papier nach etwa gleichstark ist. Letztendlich wird die bessere Ausdauer, Fitness und Tagesform über den Ausgang dieses hochkarätigen Duells entscheiden.
Quelle: Hz