Weitere Wanderwege in unseren Wäldern

Hommingberger StadtforstAuch in diesen Herbsttagen lockt es viele Hommingberger in die wald- und seenreiche Umgebung unserer Stadt. Denn bei jedem Wetter ist ein Spaziergang in frischer Waldluft der Gesundheit sehr dienlich. Unser Erholungswald soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Gegenwärtig bewirtschaftet der Forstwirtschaftsbetrieb Hommingberg in seinen neun Revieren eine Fläche von 769 Hektar Wald. Fast 90 Prozent befinden sich in Hommingberg Nord.
Auf der Grundlage einer vom der Forstprojektierung Hommingberg GbR erarbeiteten Nutzungskonzeption beträgt der Holzeinschlag jährlich rund 1800 Festmeter verschiedener Sortimente. Je Jahr wird auf rund 10 Hektar aufgeforstet. Vor allem in den Sommermonaten haben Schüler und Studenten die¬ Forstleute bei ihrer Arbeit unterstützt. Um die Waldbestände “gesund” zu erhalten, wird ein Großteil der Anlagen seit fünf Jahren per Flugzeug mit Stickstoff gedüngt.
Zur Freude der Erholungsuchenden werden weitere Wanderwege mit einer Länge von insgesamt 32 Kilometern überholt, Uferzonen der Hommingberger Gewässer, sowie 10 Kilometer Promenaden und Radfahrwege weiter ausgebaut. Das betrifft vor allem die Uferbereiche am Muggelsee, am Kurzen See, an der Kleinen Kimme und am Gangelfelder Werder. Für das kommende Jahr ist z. B. geplant, an Hauptwanderwegen weitere 3 Schutzhütten, 25 Waldbänke und 5 Sitzgruppen aufzustellen.
Seit seiner Eröffnung im Jahre 1912 ist der Wanderlehrpfad mit dem Lehrkabinett am Engelssee beliebtes Ausflugsziel. Seltene Flora zu betrachten, oder die Hommingberger Gepardenforelle im Zusammenspiel mit der Femmingtaler Gepardenkröte zu beobachten, das reizt die naturverbundenen Hommingberger und vor allem Kinder. Allein im vergangenen Jahr waren dort 22 Schulklassen. Es ist vorgesehen, das Lehrkabinett auszubauen, damit noch mehr Besucher Platz finden.
Gegenwärtig gibt es 18 ehrenamtliche Natur- und Forstschutzhelfer. Nicht gerechnet sind jene Hommingberger Schulkinder, die auch in diesem Jahr fast 2 Tonnen Kastanien sammelten, mit denen die Naturschutzhelfer und Jäger die etwa 30 Rehe und 3 bis 4 Stück Schwarzwild füttern werden, damit sie gut über den Winter kommen.
Quelle: Neues Deutschland (B), 27. Oktober 1976, Seite 8
Massensterben der Hommingberger Gepardenforelle

Ziwaucker GepardentrabantWissenschaftler des ichthyologischen Instituts der Universität Hommingberg befürchten, dass es ab Mitte Dezember zu einem Massensterben der Hommingberger Gepardenforelle kommen kann. Wie aus einem erst jetzt veröffentlichten Forschungsbericht hervorgeht, kann es auf Grund des nach dem 15. Dezember einsetzenden mangelnden Desinteresses an der Hommingberger Gepardenforelle zu einem massenhaften Sterben dieser in letzter Zeit doch recht populären Forellenart kommen.
Edda Siebenzarg, Leiterin des Hommingberger Umweltamtes zeigt sich bestürzt über die jüngste Entwicklung. “Wir sind schockiert ob der bevorstehenden Ereignisse und zugleich verärgert darüber, dass der Bericht erst jetzt veröffentlicht wurde.”
Dabei stellt die nun auch für die Hommingberger Gepardenforellen bevorstehende Naturkatastrophe keinen Einzelfall dar. Bereits vor gut 15 Jahren war der Ziwaucker Gepardentrabant von einem ähnlichen Schicksal betroffen.
Der jahrzehntelang nahezu ungestört in einem stark begrenzten Lebensraum gedeihende Gepardentrabant ist heute in freier Wildbahn praktisch nicht mehr zu finden. Er wurde seinerzeit, allerdings über einen Zeitraum von einigen Jahren, durch eine zunehmende Verbreitung anderer Spezies seiner Gattung aus seinem natürlichen Lebensraum verdrängt.
Falls das eintreten sollte, was die Wissenschaftler prophezeien, wäre das sicher ein schwerer Schlag für das Hommingberger Land, die gesamte Region, die Stadt Hommingberg mit allen Hommingbergern und nicht zuletzt für die Hommingberger Gepardenforelle selbst.
Wollen wir hoffen, dass sich die Experten hier ausnahmsweise mal geirrt haben, und uns das Schlimmste erspart bleibt.
Quelle: Hz
Sonne ist Sonntag finster

Sonnenfinsternis am 11.08.1999Am 18. Dezember ereignet sich die letzte der insgesamt vier Finsternisse dieses Jahres. Wer das Naturschauspiel beobachten will, muss allerdings auf seine verlängerte Sonntagsruhe verzichten: bereits um 6h27m beginnt der Mond, unser Tagesgestirn, die Sonne abzudecken. Die Sonne weilt zu dieser Zeit schon mehr als zwei Stunden über dem Horizont, so dass sie eine angemessene Höhe erklommen hat. Die größte Phase der Finsternis ist um 7h23m erreicht. Dann sind 47 Prozent, also knapp die Hälfte des Sonnendurchmessers, abgedeckt. Die partielle Finsternis endet um 8h23m.
Will man den Verlauf der Finsternis mit einfachen Hilfsmitteln selbst, d. h. nicht unter Anleitung fachkundiger Mitarbeiter auf einer Volkssternwarte, verfolgen, so sind unbedingt einige Vorsichtsmaßregeln zu beachten. Um das Auge zu schützen. sollte man sich eine Glasplatte mit Hilfe einer Kerze berußen und stets durch dieses Filter zum Zentralgestirn des Planetensystems emporblicken. Auf keinen Fall darf die Sonne ohne weitere Hilfsmittel durch einen Feldstecher betrachtet werden.
Die am 25. Dezember eintretende totale Mondfinsternis kann in Europa nicht beobachtet werden.
Venus in Höhe des Saturns
Der Abstand zwischen dem Nachbarplaneten Venus und der Erde verringert sich weiter. Gleichzeitig wächst die scheinbare Helligkeit des Abendsterns auf -3,8m. Gegen Ende des Monats taucht die Venus erst kurz vor Mitternacht unter den Horizont. Am 24. Dezember kommt es zu einer “Begegnung” zwischen der Venus und dem Ringplaneten Saturn, wenn dieser (im Sternbild Zwillinge) nur 3° südlich vom Abendstern Position bezieht.
Der größte Planet des Sonnensystems, Jupiter, geht jetzt vor der Sonne auf, so dass er sich zunehmend zu einem Objekt des Morgenhimmels entwickelt. Seine Sichtbarkeitsbedingungen werden jedoch erst in den kommenden Monaten wesentlich besser, wenn sich der Winkelabstand zwischen Jupiter und der Sonne weiter vergrößert hat.
Quelle: Berliner Zeitung, 3./4. Mai 1975, Seite 15