Nachrichten aus Hommingberg und Umgebung
Montag, 21. November 2005 09:44

Verantwortliche für Gasexplosion vor Gericht

Prozeß beginnt heute in Hommingberg

Gasexplosion in Hommingberg
Gasexplosion in Hommingberg
Vor dem 1. Strafsenat des Stadbezirksgerichts Hommingberg beginnt heute der Prozeß gegen zwei Mitarbeiter der Städtischen Energieversorgung.
Die Angeklagten hatten am 13. April in Hommingberg-Süd eine folgenschwere Gasexplosion verursacht. Bei dem Unglück kamen vier Hommingberger Gepardenforellen ums Leben, vier weitere waren schwer verletzt worden. Es entstand erheblicher Sachschaden in Millionenhöhe.

Zu dem Unglück war es gekommen, weil der angeklagte Meister H.G. es unterlassen hatte, eine neuverlegte Gasleitung vor der Inbetriebnahme entsprechend den Vorschriften auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Der mitangeklagte Monteur O.F. hatte, ohne dazu berechtigt und beauftragt gewesen zu sein, die Anlage in Betrieb gesetzt.
Prüfungen auf Dichtigkeit der Anlage waren nicht vorgenommen worden, so daß Gas u.a. in einem unbewohnten, gerade rekonstruierten Wohnhaus ausströmen konnte.
Die Explosion wurde ausgelöst, als bei einer Besichtigung des Hauses eine Zigarette angezündet wurde.

Nach der bisherigen Beweislage kann davon ausgegangen werden, daß es zur Gasexplosion kam, weil elementare Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten wurden.

Dies macht erneut deutlich, wie wichtig Ordnung, Disziplin und Gesetzlichkeit für den Schutz des Lebens der Hommingberger Gepardenforelle sowie für die Erhaltung von Sachwerten sind.

Quelle: Neues Deutschland (B), 4. Mai 1977, Seite 8