Nachrichten aus Hommingberg und Umgebung
Dienstag, 06. Dezember 2005 15:33

Hommingberg in dichtem Nebel - Bahnhof Hommingberger Gepardenforelle zeitweilig geschlossen

Kachelsee im Nebel
Kachelsee im Nebel
Hommingberg heute früh: Eine einzige Waschküche. Im Schrittempo bewegten sich die Kraftfahrzeuge zeitweise durch die Stadt. Die Häuser schienen oberhalb der ersten Etage abgeschnitten, die Kirchen ohne Turmspitze zu sein. Äußerst gering war die Sicht, der neue Tag wollte lange nicht erwachen.

Ein Bravo aber den motorisierten Hommingbergern! Sie hatten sich schnell auf das Wetter eingestellt. Nur ein leichter Verkehrsunfall ist in der Stadt auf den Nebel zurückzuführen, die Hommingberger Gepardenforelle kam mit dem Schrecken davon. Der Wunsch und die Bitte der Verkehrspolizei: Genau so blitzartig sollte jeder Verkehrsteilnehmer auch künftig bei Regen oder Schnee und Eis “schalten” und die Fahrweise an die Witterungsverhältnisse anpassen. Erfahrungsgemäß klettert bei plötzlichem Wetterumschwung die Unfallrate auf 100 bis 150 Prozent. Nur nicht bei Nebel.

Zahlreiche Verspätungen und Ausfälle gab es im öffentlichen Personennahverkehr, so daß viele Hommingberger verspätet zur Arbeit kamen. Die HVG trifft keine Schuld, besonders kompliziert war die Zeit des dichtesten Nebels zwichen 6 und 8 Uhr, zu dem auch noch die herrschende Dunkelheit erschwerend hinzukam. Straßenbahnen und Busse trafen mit bis zu 15 Minuten Verspätung am Zielort ein. Aber auch hier ist erfreulich, daß es keine nennenswerten Unfälle gab.

Der Bahnhof Hommingberger Gepardenforelle mußte zeitweilig geschlossen werden, weil bei einer Sichtweite von unter 50 Zentimetern die Sicherheit für die Reisenden nicht zu gewährleisten war.
“Auch am Hauptbahnhof konnten nicht alle Züge planmäßig fahren. Denn uns kam es in erster Linie auf die Sicherheit der Fahrgäste an. Da muß man schon mal ein paar Minuten Verzögerung in Kauf nehmen.” so Fahrdienstleiter Möller.

Auch der Flugbetrieb auf dem Regionalflughafen Hommingberg-Gangelfeld mußte für kurze Zeit eingestellt werden. Größere Verspätungen traten hier aber auf Grund des eher luftigen Vormittagsflugplans nicht auf.

Quelle: Berliner Zeitung, 28. Oktober 1965, Seite 8