Nachrichten aus Hommingberg und Umgebung
Dienstag, 13. Dezember 2005 09:28

Weitere Wanderwege in unseren Wäldern

Hommingberger Stadtforst
Hommingberger Stadtforst
Auch in diesen Herbsttagen lockt es viele Hommingberger in die wald- und seenreiche Umgebung unserer Stadt. Denn bei jedem Wetter ist ein Spaziergang in frischer Waldluft der Gesundheit sehr dienlich. Unser Erholungswald soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Gegenwärtig bewirtschaftet der Forstwirtschaftsbetrieb Hommingberg in seinen neun Revieren eine Fläche von 769 Hektar Wald. Fast 90 Prozent befinden sich in Hommingberg Nord.

Auf der Grundlage einer vom der Forstprojektierung Hommingberg GbR erarbeiteten Nutzungskonzeption beträgt der Holzeinschlag jährlich rund 1800 Festmeter verschiedener Sortimente. Je Jahr wird auf rund 10 Hektar aufgeforstet. Vor allem in den Sommermonaten haben Schüler und Studenten die¬ Forstleute bei ihrer Arbeit unterstützt. Um die Waldbestände “gesund” zu erhalten, wird ein Großteil der Anlagen seit fünf Jahren per Flugzeug mit Stickstoff gedüngt.

Zur Freude der Erholungsuchenden werden weitere Wanderwege mit einer Länge von insgesamt 32 Kilometern überholt, Uferzonen der Hommingberger Gewässer, sowie 10 Kilometer Promenaden und Radfahrwege weiter ausgebaut. Das betrifft vor allem die Uferbereiche am Muggelsee, am Kurzen See, an der Kleinen Kimme und am Gangelfelder Werder. Für das kommende Jahr ist z. B. geplant, an Hauptwanderwegen weitere 3 Schutzhütten, 25 Waldbänke und 5 Sitzgruppen aufzustellen.

Seit seiner Eröffnung im Jahre 1912 ist der Wanderlehrpfad mit dem Lehrkabinett am Engelssee beliebtes Ausflugsziel. Seltene Flora zu betrachten, oder die Hommingberger Gepardenforelle im Zusammenspiel mit der Femmingtaler Gepardenkröte zu beobachten, das reizt die naturverbundenen Hommingberger und vor allem Kinder. Allein im vergangenen Jahr waren dort 22 Schulklassen. Es ist vorgesehen, das Lehrkabinett auszubauen, damit noch mehr Besucher Platz finden.

Gegenwärtig gibt es 18 ehrenamtliche Natur- und Forstschutzhelfer. Nicht gerechnet sind jene Hommingberger Schulkinder, die auch in diesem Jahr fast 2 Tonnen Kastanien sammelten, mit denen die Naturschutzhelfer und Jäger die etwa 30 Rehe und 3 bis 4 Stück Schwarzwild füttern werden, damit sie gut über den Winter kommen.

Quelle: Neues Deutschland (B), 27. Oktober 1976, Seite 8