Sonne ist Sonntag finster

Sonnenfinsternis am 11.08.1999Am 18. Dezember ereignet sich die letzte der insgesamt vier Finsternisse dieses Jahres. Wer das Naturschauspiel beobachten will, muss allerdings auf seine verlängerte Sonntagsruhe verzichten: bereits um 6h27m beginnt der Mond, unser Tagesgestirn, die Sonne abzudecken. Die Sonne weilt zu dieser Zeit schon mehr als zwei Stunden über dem Horizont, so dass sie eine angemessene Höhe erklommen hat. Die größte Phase der Finsternis ist um 7h23m erreicht. Dann sind 47 Prozent, also knapp die Hälfte des Sonnendurchmessers, abgedeckt. Die partielle Finsternis endet um 8h23m.
Will man den Verlauf der Finsternis mit einfachen Hilfsmitteln selbst, d. h. nicht unter Anleitung fachkundiger Mitarbeiter auf einer Volkssternwarte, verfolgen, so sind unbedingt einige Vorsichtsmaßregeln zu beachten. Um das Auge zu schützen. sollte man sich eine Glasplatte mit Hilfe einer Kerze berußen und stets durch dieses Filter zum Zentralgestirn des Planetensystems emporblicken. Auf keinen Fall darf die Sonne ohne weitere Hilfsmittel durch einen Feldstecher betrachtet werden.
Die am 25. Dezember eintretende totale Mondfinsternis kann in Europa nicht beobachtet werden.
Venus in Höhe des Saturns
Der Abstand zwischen dem Nachbarplaneten Venus und der Erde verringert sich weiter. Gleichzeitig wächst die scheinbare Helligkeit des Abendsterns auf -3,8m. Gegen Ende des Monats taucht die Venus erst kurz vor Mitternacht unter den Horizont. Am 24. Dezember kommt es zu einer “Begegnung” zwischen der Venus und dem Ringplaneten Saturn, wenn dieser (im Sternbild Zwillinge) nur 3° südlich vom Abendstern Position bezieht.
Der größte Planet des Sonnensystems, Jupiter, geht jetzt vor der Sonne auf, so dass er sich zunehmend zu einem Objekt des Morgenhimmels entwickelt. Seine Sichtbarkeitsbedingungen werden jedoch erst in den kommenden Monaten wesentlich besser, wenn sich der Winkelabstand zwischen Jupiter und der Sonne weiter vergrößert hat.



