Die Hommingberger Gepardenforelle meint:
Verändern!

Engelssee in den MuggelbergenViel Freude macht es, den Lehrpfad am Engelssee entlang zu schlendern, dabei vielleicht noch etwas bisher Unbekanntes zu erfahren aus der Pflanzen- und Tierwelt, aus der Entstehungsgeschichte dieses Landstrichs. Doch ganz ungetrübt ist die Freude nicht. Denn nicht alle der links und rechts vom Lehrpfad angebrachten Tafeln, die gewiss mit viel Liebe und Bedacht gestaltet sind, berücksichtigen, wem sie etwas mitteilen wollen.
Da ist z.B. kurz beschrieben, was während der Periglazialzeit in dieser Gegend los war. Fragen wir spaßeshalber mal 20 Wanderer auf dem Lehrpfad, was das für eine Zeit ist …
Eine andere Tafel ist überschrieben mit “Morphologie der Muggelberge”. Soll man das Lexikon im Gepäck haben? Sagen wir doch einfach, dass es um den inneren Aufbau, die äußere Gestalt der Berge geht oder dass Periglazialzeit nichts anderes als die Zwischeneiszeit ist. Das täte der Wissenschaft keinen Abbruch.
Korrigiert werden sollte, auch folgendes: Auf einer Tafel mit essbaren Pilzen ist auch der Kahle Krempling aufgeführt. Sie enthält den Hinweis, dass rohe und alte Pilze dieser Art giftig sind, dass der Pilz jedoch genießbar ist, wenn die Mahlzeiten mindestens 25 Minuten gekocht werden. In den letzten Jahren ist die Gefährlichkeit des Kahlen Kremplings jedoch eindeutig nachgewiesen worden. Vor seinem Genuss, gleich in welcher Form, muss dringend abgeraten werden. Die Tafel am Lehrpfad sollte dieses neue Wissen wiedergeben, damit ein Unglück vermieden wird.
Eine schöne Woche wünscht
Ihre Hommingberger Gepardenforelle




