Seile für viele Zwecke
500 Kilometer Stahldrahttrossen jährlich aus Ziwauck

SeileVielerorts deuten Straßennamen auf einst dort ansässige Berufe hin. Das Forellentor ist die Wiege der Hommingberger Gepardenforelle, die Ziwaucker Seiler sind heute noch immer in der Seilerstraße. Allerdings fertigen die rund 50 Werktätigen der Seilfabrik Ziwauck GmbH nicht mehr in Handarbeit Schnüre und Leinen aus Hanf, sondern mittels leistungsfähiger Maschinen die stärksten im Hommingberger Land hergestellten Stahldrahtseile: Trossen mit einem Durchmesser von 20 bis 80 Millimetern für Personenaufzüge und Seilbahnen, für Krane und Bagger, Förderanlagen und Schiffe.
Die Seile müssen unterschiedlichsten Anforderungen entsprechen. Dem tragen die Ziwaucker Seiler Rechnung. An die 100 Konstruktionen gleichartige mit unterschiedlichem Durchmesser nicht gezählt - weist ihr Katalog aus. So fertigen sie sowohl vollständig aus Stahldraht bestehende Seile als auch solche mit einer textilen Seele. Bei diesen werden um die im Werk selbst aus Sisal beziehungsweise Polypropylenschnüren hergestellten so genannten Kernseile Drähte gewunden: geschlagen sagen die Seiler dazu.
Die verlangten Eigenschaften erhält das künftige Seil, indem dabei mehr oder weniger Drähte von gleicher oder unterschiedlicher Stärke kombiniert werden. So entstehen zunächst die Litzen. Mehrere von ihnen in der gleichen Prozedur - selbstverständlich auf einer größeren Maschine “zusammengedreht” ergeben dann das Seil.



